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2010 | 10–12


Paula Fox: Ein Bild von Ivan
Fischer · 120 Seiten · 6,95 Euro

Eine ruhige, langsam erzählte Geschichte, aus der Perspektive des elfjährigen Ivan. Ivan ist ein einsames Kind, das ohne Mutter aufwächst, der Vater ist oft geschäftlich unterwegs und seine einzigen Freunde sind die Haushälterin aus Haiti sowie deren beiden Kinder. Ivans Mutter ist vor Jahren verstorben, der Vater hat alle Erinnerungen aus dem großen Haus verbannt und Ivan führt ein Leben fernab von Gleichaltrigen. Seine Einsamkeit wird ihm jedoch bewusst, als er von dem Maler Matt porträtiert wird. Durch die Sitzungen, durch Matts Freunde und vor allem durch die gemeinsame Reise nach Florida erweitert sich Ivans Welt immer mehr. Matt hilft ihm, das Rätsel um den Tod der Mutter zu lösen und endlich kommt es zu einer Annäherung zwischen Vater und Sohn.
   
Morton Rhue: Ghetto Kidz
Ravensburger · 256 Seiten · 6,95 Euro

Kalon wächst mit seiner Schwester bei der Großmutter in einem Ghetto auf. Schnell wird klar, dass der Alltag des Jungen von Existenzängsten, Gangs und Gewalt bestimmt wird. Zwar versucht die Großmutter alles Böse von ihren Enkeln abzuwenden, doch der Bandenkrieg der sich zwischen den "Disciples" und den verfeindeten "Gentry Gangsters" abspielt, macht auch vor ihrer Tür keinen Halt. Ihre Enkelin bekommt Zwillinge von einem Disciple und Kalons bester Freund Terrell rutscht nach und nach in die Gang ab. Kalon, der gut in der Schule ist und einen guten Abschluss schaffen kann, lässt sich blenden von dem Geld und der Macht, die mit der Gang verbunden sind. Auch um seine Familie zu ernähren, tritt er schließlich den Disciples bei und sein Leben droht den vorherbestimmten Weg zu gehen ...
   
Ulla Klopp / Dietmar Brück: Tom und der Zauberfußball
Carlsen · 271 Seiten · 6,95 Euro

Der Zauberfußball wandert: Von Deutschland nach Schweden und Sizilien, nach Brasilien und Kalifornien, nach Malawi, Korea und England. Überall leben Kinder, die den Ball dringend brauchen, um sich und ihre Talente zu entfalten oder einfach körperlich oder seelisch gesund zu werden. Sie alle träumen von einer großen Karriere als Fußballstars, aber bei allen hapert es an etwas: an Selbstvertrauen, an Gesundheit, an Gelegenheit, an Geld. Und der Ball sucht sich sein Kind und ermöglicht ihm das zu finden, was es am dringendsten braucht... Eine Sammlung von einzelnen Geschichten und Kinderschicksalen, verbunden durch den Zauberfußball und durch das Ende, als ein reicher Mann die Kinder aus der ganzen Welt zu einem gemeinsamen Fußballmatch einfliegen lässt.
   
Morris Gleitzman: Einmal
Carlsen · 192 Seiten · 8.95 Euro

Felix ist Jude, Sohn eines Buchhändlerehepaares und zu seinem Schutz seit 1939 fern von den Eltern in einem katholischen Waisenhaus untergebracht. Seine besondere Fähigkeit liegt darin, in jedem Problem und jeder Gefahr das winzige Etwas zu finden, das ihm dabei stets noch als "Glück" erscheint. Als er eines Tages die Verbrennung angeblich will er die heimischen Buchbestände seiner Eltern verstecken und retten; er flüchtet und findet den Weg zu seiner Heimatstadt - und das bringt ihn in Berührung mit den Verbrechen der Nazis, die sich mit dem Verbrennen von Büchern längst nicht mehr zufriedengeben. Aus dem kleinen Träumer wird ein gejagtes, aber immer wieder geschickt entwischendes Opfer, das seine kindliche Weltsicht verliert und in wenigen Wochen "erwachsen" wird, ohne dabei seine Menschenliebe und Hilfsbereitschaft aufzugeben .
   
Eoin Colfer: Meg Finn und die Liste der 4 Wünsche
Carlsen · 240 Seiten · 7,95 Euro

Meg Finn ist in Schwierigkeiten und zwar in gewaltigen: Nach dem Tod der Mutter führt sie ein tristes Leben an der Seite ihres Stiefvater, der den ganzen Tag nichts tut außer fernzusehen und sie zu beleidigen. Eines Tages überedet ihr Kumpel Belch Brennan sie, bei einem ganz leichten Einbruch mitzumachen: Den schwächlichen, alten Rentner Lowrie Mc Call will er ausrauben und Meg soll dabei helfen. Aber dann geht alles schief. Ein sabbernder Pitbull taucht auf, der Rentner hat unerwartet eine Schrotflinte, ein Schuss fällt und im Weg steht ein Gastank – mit dem Ergebnis, dass Meg und Belch in die Luft fliegen und sofort tot sind. Aber während Belch in der Hölle landet, gerät Meg in einen Zwischenbereich zwischen Himmel und Hölle - und erhält die Chance, kurzfristig auf die Erde zurückzukehren und etwas zu tun, um sich von ihren Sünden reinzuwaschen. Leider soll sie das ausgerechnet durch gute Taten an besagtem Lowrie tun, der eine Liste mit 4 Wünschen aufgestellt hat, die er sich vor seinem drohenden Tod noch erfüllen will; Wünsche, mit denen er wiederum seine größten Fehler im Leben ausbügeln will. Wünsche, die Meg sehr merkwürdig findet .